Vergleich von nicht-gezeitenbedingten Auflastdeformationsmodellen in globalen GNSS Netzwerklösungen
Beobachtungen von permanenten Globalen Navigationssatellitensystem (GNSS) Stationen enthalten Deformationssignale, die unter anderem durch Massenumverlagerungen in Atmosphäre, Ozean und lokaler Hydrologie verursacht werden. Modelle nicht-gezeitenbedingter Auflastdeformationen, die auf verschiedenen geophysischen Datengrundlagen und Modellierungsansätzen beruhen, sind öffentlich verfügbar, werden aber generell nicht in den Realisierungen des Internationalen Terrestrischen Referenzsystems (ITRS) angebracht. In den letzten Jahren wurden weitere Modelle entwickelt und bereits existierende Modelle verbessert, sodass eine Vielzahl an Modellen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen existiert. Die Theorie dieser Auflastdeformationen und der GNSS Stationspositionen zusammen zu führen ermöglicht es, auf der einen Seite die GNSS Daten zu korrigieren, wodurch stabile und verlässliche Stationspositionen erreicht werden können. Auf der anderen Seite kann das globale, dichte Netzwerk aus GNSS Stationen dabei helfen, die Deformationsmodelle zu validieren. In Kombination unterstützen diese Anwendungen die detaillierte Untersuchung geophysischer Signale. In dieser Arbeit werden GNSS Beobachtungsdaten von global verteilten Stationen prozessiert, um die Deformationen in einem hochpräzisen Netzwerk zu untersuchen. Netzwerklösungen, die mit nicht-gezeitenbedingten Auflastdeformationen aus verschiedenen Modellen korrigiert werden, geben die Möglichkeit zur detaillierten Analyse. Mithilfe von autoregressiven Prozessen werden vertrauenswürdige Kovarianzinformationen aus den Zeitreihen geschätzt, welche die Anwendung von statistischen Testmethoden ermöglichen. Diese werden genutzt, um auf signifikante Änderungen zwischen den verschiedenen Realisierungen des Netzwerk zu prüfen und Unterschiede in den Modellen aufzudecken.