Perspektiven der Kombination geodätischer Beobachtungserfahren unter Einbeziehung von Uhrenparametern zur Bestimmung globaler terrestrischer Referenzrahmen (TRF)
Die aktuelle Bestimmung globaler Terrestrischer Referenzrahmen (TRFs) erfolgt durch Kombination weltraumgestützter geodätischer Beobachtungserfahren unter Verwendung von local-ties an Beobachtungsstationen mit mehreren geodätischen Techniken. Als Teil der DFG-Forschungsgruppe „Clock Metrology“ entwickelt dieses Projekt neue, innovative Strategien zur Kombination weltraumgeodätischer Verfahren durch die Einführung eines common targets (CT) und einer common clock (CC) am Beispiel des geodätischen Observatoriums Wettzell (GOW). Diese dienen jeweils als gemeinsamer Referenzpunkt und gemeinsames Zeitbezugssystem für alle Verfahren. Ziel ist es, u zeigem wie CT und CC genutzt werden können, um die Ziele des Global Geodetic Observing System (GGOS) von 1 mm Genauigkeit und 1 mm/Dekade Langzeitstabilität für die TRFs zu erreichen. Auf der Grundlage aktueller State-of-the-Art Standards und -Modelle wurden umfangreiche Simulationen von Beobachtungsnetzen für das Global Positioning System (GPS), Satellite Laser Ranging (SLR) und Very Long Baseline Interferometry (VLBI) durchgeführt, um den Einfluss von CT und CC auf die TRF Bestimmung zu untersuchen. Darüber hinaus wurden umfangreiche Softwareanpassungen vorgenommen, um CC in die GPS-Prozessierung zu implementieren einschließlich einer neuen Parametrisierung der GPS Stationsuhren, um diese mit VLBI kombinieren zu können. Diese Studie präsentiert die Ergebnisse der Einführung des CC in die Intra- und Inter-Kombination der geodätischen Techniken und untersucht die Auswirkungen auf die TRF-Bestimmung hinsichtlich der geschätzten Stationskoordinaten, Geschwindigkeiten und Erdorientierungsparameter (EOPs) sowie der Korrelationen zwischen den geschätzten Parametern.