Modellierung des Erdwasserspeichers: Untersuchung von Unsicherheiten in OS-LISFLOOD Simulationen

17 Sept 2026
Room C 62 b
3.3.2 Geodesy for climate research

Wie gut können hydrologische Modelle Veränderungen der terrestrischen Wasserspeicherung in datenarmen Regionen wie dem Kongobecken erfassen?

In diesem Vortrag werden die Dynamiken der terrestrischen Wasserspeicherung (TWS) sowie ihre einzelnen Speicherkomponenten (d. h. Bodenfeuchte, Grundwasser sowie Wasser in Seen, Flüssen und Reservoiren) mithilfe von Ergebnissen aus OS LISFLOOD, ein open-source, räumlich verteiltes Wasserressourcenmodell, das vom Joint Research Center der Europäischen Kommission entwickelt wurde, untersucht.

Simulationen, die mit ERA5-Reanalysedaten angetrieben werden, werden anhand von Beobachtungen der GRACE-Satellitengravimetrie evaluiert und mit Simulationen verglichen, die auf alternativen meteorologischen Antriebsdatensätzen sowie anderen hydrologischen Modellen basieren. Die Auswertung konzentriert sich auf verschiedene zeitliche Komponenten des TWS-Signals und erfolgt mithilfe statistischer Kenngrößen wie Korrelation, Root Mean Squared Difference und Kling-Gupta-Effizienz. Besonderes Augenmerk liegt auf der geringen Leistungsfähigkeit von OS LISFLOOD im Kongobecken in den niederfrequenten Anteilen des Signals bei Verwendung von ERA5-Daten.

Durch die Analyse von Unterschieden zwischen meteorologischen Antriebsdatensätzen, der Sensitivität des Modells gegenüber unterschiedlichen atmosphärischen Antrieben sowie des Einflusses der Kalibrierung zielt diese Studie darauf ab, potenzielle Unsicherheitsquellen in großskaligen hydrologischen Simulationen zu identifizieren.

Session Moderator
Laura Jensen
Laura Jensen, Scientist - GFZ Helmoltz-Zentrum für Geoforschung
Speakers
Judith Seiche
Judith Seiche, Doktorandin für hydrologische Modellentwicklung - GFZ Helmoltz-Zentrum für Geoforschung

Tags

Frontiers of Geodetic Science,Klimawandel // Climate Research

Sprache

Englisch // English