Geospatialer Digital Twin für Stadtplanung, Risikomanagement und Infrastrukturüberwachung – Fallstudien Roma Capitale und Kampanien
Wie kann eine einzige integrierte Plattform die Art und Weise verändern, wie Städte ihre Zukunft planen, Risiken managen und kritische Infrastrukturen überwachen? Dieses Anwendungsbeispiel beantwortet diese Frage anhand zweier großskaliger Implementierungen: Roma Capitale und die Region Kampanien.
Die Präsentation stellt usBIM.geotwin vor, die auf offenen Standards basierende Plattform von ACCA, die die Lücke zwischen GIS und BIM überbrückt – und es öffentlichen Verwaltungen ermöglicht, lebendige geospatiale digitale Zwillinge ihres Territoriums zu erstellen, abzufragen und aktiv zu nutzen. Anstatt Geodaten und Bauwerksinformationen als getrennte Silos zu behandeln, führt die Plattform diese in einer einheitlichen, handlungsorientierten Umgebung zusammen, in der Stadtplaner, Risikomanager und Infrastrukturingenieure auf derselben Datenbasis arbeiten können.
Die Fallstudie Roma Capitale demonstriert, wie digitale Zwillinge die Entscheidungsfindung in einem der komplexesten metropolitanen Räume Europas unterstützen. Durch die Integration heterogener Datenebenen – von Kataster- und Umweltdaten bis hin zu Mobilitäts- und Versorgungsnetzen – entsteht ein konsistentes territoriales Modell für die strategische Planung und operative Stadtverwaltung.
Die Fallstudie Kampanien fokussiert die Infrastruktursicherheit. Gezeigt wird die Überwachung von Brücken und Straßen im regionalen Maßstab. Die Integration von GIS und BIM ermöglicht hier eine kontinuierliche Zustandsbewertung, automatisierte Anomalieerkennung und eine evidenzbasierte Priorisierung von Instandhaltungen – der entscheidende Schritt vom reaktiven zum proaktiven Management.
Über beide Anwendungsfälle hinweg betont das Anwendungsbeispiel eine zentrale These: Es handelt sich nicht um eine maßgeschneiderte Lösung für zwei außergewöhnliche Kunden. Die hier demonstrierte Architektur, die Workflows und die Integrationsmuster sind so konzipiert, dass sie von jeder öffentlichen Verwaltung – unabhängig von Größe oder technischer Kapazität – repliziert werden können, die sich in Richtung einer datengetriebenen territorialen Governance entwickeln möchte.
Die Teilnehmenden erhalten ein klares Verständnis davon, wie ein produktionsreifer geospatialer digitaler Zwilling in der Praxis aussieht, welche Integrationsherausforderungen bei der Kombination von GIS und BIM auf Stadt- und Regionalebene entstehen und wie sich die Methodik auf den eigenen institutionellen Kontext übertragen lässt.