Einsatz von künstlicher Intelligenz zur automatisierten Überprüfung von Vermessungsschriften am Beispiel Nordrhein-Westfalen
Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurde am Beispiel der Vorschriften für das Liegenschaftskataster in Nordrhein-Westfalen aufgezeigt, dass der Einsatz von KI-gestützten Verfahren zur Prüfung von Vermessungsschriften grundsätzlich realisierbar, rechtlich zulässig und organisatorisch anschlussfähig ist. Entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung ist ein stufenweiser Aufbau der Realisierung, der technische, fachliche und organisatorische Risiken minimiert und zugleich eine kontinuierliche Qualitätssteigerung ermöglicht. Insbesondere vor dem Hintergrund der derzeit noch eingeschränkten Maschinenlesbarkeit von Vermessungsschriften des historischen Katasternachweises erscheint ein stufenweises Vorgehen als zweckmäßig und sachgerecht. Die KI-gestützten Verfahren sollten dabei nicht als ersetzendes, sondern als assistierendes Instrument verstanden werden, das bestehende Prüfprozesse perspektivisch unterstützt, standardisiert und effizienter gestaltet.