Digitale Zwillinge in Virtual Reality - Perspektiven für Ermittlungen und Gerichtsverfahren
Laserscanning, Photogrammetrie und Drohnenbefliegungen ermöglichen heute die umfassende und hochpräzise Erfassung komplexer Tatorte und Einsatzlagen. Die zunehmende Datenmenge und Detailtiefe stellen jedoch neue Anforderungen an die Analyse sowie an die anschauliche Vermittlung räumlicher Zusammenhänge.
Am Landeskriminalamt Baden-Württemberg werden Vermessungsdaten hierfür in einer CAVE (Cave Automatic Virtual Environment) immersive visualisiert. Statt komplexe 3D-Modelle ausschließlich am Monitor zu betrachten, können Nutzer Tatorte gemeinsam begehen, Perspektiven wechseln und räumliche Beziehungen unmittelbar erfassen.
Der Vortrag zeigt, welche Anforderungen Virtual-Reality-Systeme für den forensischen Einsatz erfüllen müssen und welchen Mehrwert sie für die Analyse, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die verständliche Vermittlung komplexer Sachverhalte bieten. Nicht die Technik selbst steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie aus präzisen Vermessungsdaten ein gemeinsames räumliches Verständnis entsteht.